11: Der Wolkenturm
Och! Aber Sensei Arka! stieß das Mädchen mit den orangenen Haaren etwas beleidigt hervor, doch das andere mit den schwarzen Haaren winkte ab.
Du kennst sie doch, so ist sie nun mal.
Da hatten wir leider Pech, meinte der Junge mit verschränkten Armen hinter dem Kopf.
Klappe! schnauzte die Kunoichi die drei Kinder an, wir haben Gäste! Also
tja, ich heiße Arka Nikowa und bin Kommandantin der Armee von Kumo
und Sensei dieser drei Nieten hier. Stellt euch gefälligst vor!!
Das Mädchen mit den orangenen Bob nickte leicht: Ich heiße Saria Oko.
Ich bin Rei Hitome, meinte der Junge gähnend.
Und mein Name ist Asuki Retso, stellte sich das andere Mädchen mit dem schwarzen Haaren vor, sehr unerfreut, euch kennenzulernen
Spinnst du?! So was kannst du nicht zum Hokage sagen! keifte Arka die Schwarzhaarige an und musste von Saria zurückgehalten werden, während sich Rei den Bauch vor Lachen hielt.
Was sind denn das für welche?! fragte sich Haruka im Stillen.
Äh
ja, ein Hallo auch von uns, sagte Naruto leicht verunsichert und hob die Hand.
Naruto hatte noch nie so ein seltsames Team gesehen, musste er sich eingestehen: Rei wirkte jetzt schon ziemlich faul, er gähnte die ganze Zeit und sah sich gelangweilt in der Gegend um, Saria war übermütig und fuchtelte wild mit einem Stock in der Luft, und Asuki war wohl die ganze Welt ein Dorn im Auge. Und ihr cholerischer Sensei erst
Hey
bist du ein Emo? fragte Tenshi die Schwarzhaarige etwas angewidert wirkend.
Diese zeigte zum ersten Mal eine richtige, emotionale Regung.
Emo
EMO?! Bist du blöd, oder so?! Ich bin ein Punk!! keifte Asuki die Uzumaki aufgebracht an, also wenn ich dich und deine rosa Haare sehe, da muss ich fast kotzen
!
Wow, Asuki ist echt gut drauf, grinste Rei. Saria lachte nur. Und Arka war den Wuttränen nahe.
Nein, so ein merkwürdiges Team hatte Naruto im Leben noch nicht gesehen
*** Harukas Sicht***
Mit jedem Schritt, den wir taten, kam Kumo-Gakure näher und näher. Die Wolken über uns rasten über den Himmel, denn auf der Ebene herrschte ein starker Wind. Er zerstörte Tenshis Frisur, ihr langer, pinker Zopf schlug ihr störend um das Gesicht und in die Augen, sodass sie schon nach kurzer Zeit genervt aufkreischte. Geschah ihr recht! Auch Asukis langer Zopf peitschte durch die Luft, dennoch strahlte sie eine erhabene Würde aus.
Wenn dich der Wind schon so aufregt, sagte sie abfällig an Tenshi gewandt, welche sie mit einem Giftpfeil schießenden Blick bedachte.
Tja, da hatten sich zwei Feinde fürs Leben gefunden.
Während sich der Sensei der Kumo-nin lautstark und wild gestikulierend mit unseren Senseis unterhielt, plauderten auch die jungen Ge-nin aus Kumo mit uns.
Wow, das ist erst unser dritter Auftrag als Ge-nin! verriet das Mädchen namens Saria direkt als erstes, wir sind erst seit zwei Wochen Ninja und es gibt kaum Aufträge
Langweile pur. Dabei würde ich so gern was unternehmen!
Sei doch froh, so können wir uns noch etwas entspannen, meinte Rei arglos.
Ja, wenn ich so faul wäre wie du, konterte Saria spitz und grinste schließlich, als sie das beachtliches Schwert, das an ihre Hüfte geschnallt war, herauszog.
Cooles Schwert! sagte Shika direkt und betrachtete die glatt polierte Klinge, warum haben wir nicht so coole Waffen, Haru?
Ich konnte nur mit den Schultern zucken.
Wird wohl Zeit, dass wir uns welche anlegen! grinste ich zurück.
Letztendlich erreichten wir das Dorf. Der Marsch hatte länger gedauert, als ich erwartet hatte, aber der Applaus der versammelten Menschen tröstete mich darüber hinweg. Die Straße, auf der wir marschierten, war von Menschenmassen gesäumt, die uns zu jubelten als wären wir Helden. Da dieser Begeisterungssturm einfach nicht enden wollte, wurde mir die ganze Sache langsam peinlich.
Eh
hören dir auch mal damit auf? hörte ich Jiri peinlich berührt murmeln.
Warum sollten sie? Ihr seid Staatsgäste, meinte Rei schulterzuckend und verwundert über diese Frage.
Also ich genieße das Rampenlicht! posaunte, wie konnte es auch anders sein, die kleine Pestbombe.
Das Geklatsche und Gejubel begleitete uns bis zum Sitz des Raikage, einem riesigen, beeindruckenden Turm. Ich beschattete meine Augen mit meiner Hand und blickte empor, doch die Spitze des Turms wurde von Wolken verschlungen.
Ist der Raikage dort gaaaaaaanz oben? fragte Konohamaru nervös lachend. Er hatte eindeutig keine Lust, die ganzen Treppen hochsteigen zu müssen. Und ich auch nicht!
Kommandantin Arka nickte mit einem Raubtiergrinsen auf dem Gesicht.
Ist er. Wir sind in Kumo-Gakure, da steckt vieles in den Wolken.
Müssen wir
?! setzte unser Sensei mit weit aufgerissenen Augen an, doch Arka marschierte einfach auf den Turm zu und verschwand durch die Tür, die sich automatisch öffnete.
Wir folgten ihr, das Schlimmste, unendlich viele Treppenstufen, befürchtend. Im Turm selbst betraten wir wie der Rotschopf eine Plattform, die sich in der Mitte des großen, rundes Raumes befand.
Und was soll das jetzt? nörgelte Shika mit verschränkten Armen vor der Brust.
Plötzlich ertönte ein lautes Rumpeln, und wir alle zuckten zusammen. Wir alle? Na ja, die Kumo-nin waren nicht beeindruckt, standen da, als wäre nichts passiert. Chikyu hatte sich den nächst besten Arm gekrallt welcher zu Jiri gehörte liess ihn aber zögerlich los, als sie erkannte, dass es nicht Jihakus war. Doch als sich diese merkwürdige Plattform plötzlich noch bewegte, ergriff sie direkt wieder Jiris Arm. Der Arme! Obwohl
irgendwie wirkte er davon gar nicht gestört
. komisch
Langsam bewegte sich die Plattform nach oben doch plötzlich raste sie los und alle verloren das Gleichgewicht. Was sollte der Scheiß?! Ich blieb nur auf den Beinen, weil Shika meine Hand gepackt hatte. Seine Hand war ganz warm und fühlte sich
. äh
was fasele ich denn da? Egal!
Paps grinste. Wusste er, was vor sich ging?
Was soll das? kam mir Miyako mit seiner Frage zuvor.
Hast du das immer noch nicht kapiert?! fuhr Obiko ihn, freundlich und liebenswürdig wie immer, an.
Dämlicher Idiot! Am liebsten würde ich ihm den Hals umdrehen
Das, Junge, ist eine Plattform, die von Blitz-Jutsus betrieben wird, erklärte Arka freimütig, dachtest etwa, wir würden den ganzen Weg hochlatschen müssen? Nein, natürlich nicht. Kumo ist berühmt für seine Blitz-Jutsus
Als die Rothaarige das sagte, fiel mir etwas wieder ein. Vielleicht konnte sie oder ein anderer Kumo-nin mir Blitz- und Donner-Jutsus beibringen? Wenn ich so was von den Kumo-nin lernen könnte
Toll, oder? Das ist unser Wolkenturm, erklärte uns Saria lächelnd.
Ich lächelte zurück, doch das Lächeln blieb mir im Halse stecken, als ich plötzlich zwei Katzenohren auf ihrem Kopf entdeckte.
Katzenohren?! Was war denn das schon wieder? Wimmelte dieses Land nur von Merkwürdigkeiten?
Saria schien meinen Blick bemerkt zu haben, und fasste sich an ihre neuen Ohren. Rei, der schräg hinter ihr stand, war kurz davor, loszulachen. Shikas Augen wurden groß, als er die Katzenohren bemerkte.
Was
äh
ist das? stammelte Shika verblüfft, hast du dir die Aufgesetzt? Komisch, die wirken so echt
Die sind nicht aufgesetzt, meinte Asuki und rollte altklug mit den Augen, was ihr seht ist einer von Sarias
tollen
Scherzen...
Als wir uns wieder Saria zudrehen wollten, war sie nicht mehr da, wo sie sich Augenblicke noch befand. Stattdessen saß da eine orangene Katze
eine Katze mit blauen, ringförmigen Augen, die mir schon bekannt waren
Konnte das etwa
?!
Ein Knall ertönte, eine Rauchwolke waberte um die Katze, und im nächsten Augenblick stand Saria wieder vor uns, sie grinste uns katzenhaft und erwartend an. Rei hinter ihr war vor Lachen explodiert.
Ein Jutsu? fragte Shika perplex.
Fast, antwortete Saria kess, ein Kekkei-Genkai unserer Familie die Katzentransformation. Vor allem für die Spionage einsetzbar, aber so funktioniert es auch prächtig.
Ihr ehrliches Lachen war wirklich ansteckend, sodass ich dem kaum standhalten konnte und nur wenige Augenblicke später selbst lachte. Auch Shika stimmte mit ein.
Man, so was würde ich auch gerne können, meinte ich in einem der Momente, in der mein Lachanfall etwas nachliess, dann wäre ich gern ein Fuchs.
Ich wäre gern ein Hirsch, gestand Shika.
Plötzlich merkten wir, wie die Plattform sich verlangsamte.
Wir sind gleich da, hörte ich Asuki gelangweilt sagen.
*** Harukas Sicht Ende***
Die Plattform stockte, die Shinobi stiegen von ihr ab. Die Ge-nin rannten zuerst zum Fenster, um den Ausblick zu genießen. Was sie sahen, waren Wolken, ein ganzes Wolkenmeer erstreckte sich vor ihnen. Nur ab und zu erhaschten sie einen Blick durch eine Lücke nach unten. Die Häuser und Gebäude erschienen von hier oben nur so groß wie ein Daumennagel.
Wie
wie hoch sind wir eigentlich? fragte Chikyu mit dünner Stimme.
Der Turm ist 250 m hoch, antwortete Rei, aber man kann ihn nur innerhalb des Dorfes sehen, da ein spezielles Jutsu die sich von Außen blockiert. Unsere Feinde würden ihn sonst gezielt attackieren können.
Ja, ja, Rei, verrat ihnen ruhig all unsere Pläne und Geheimnisse, knurrte Arka und verpasste dem Braunhaarigen einen netten Schlag auf den Kopf.
Die heißblütige Jugend halt, meinte Lee verständnisvoll.
So, genug gelabert, der Raikage wartet nicht gern! rief Arka im herrischen Ton und zeigte mit dem Finger auf ein großes, mit Blitzmustern und Wolken verziertes Tor.
Auch dieses Tor öffnete sich automatisch, als der Hokage auf es zu schritt. Der Saal, der sich dahinter befand, war aus weißem Stein gebaut, eine große Fensterfläche ermöglichte eine fabelhafte Aussicht. Eine kleine Treppe führte hinauf zum Dach. Am anderen Ende des Saals saß der Raikage hinter einem weißen Schreibtisch, er blickte auf, als die Gäste aus Konoha eintraten. Der Raikage war ein Mann mittleren Alters, ungefähr 10 Jahre älter als Naruto selbst. Er hatte rotbraune Augen und schwarze, lange Haare, die zu einem Zopf zurück gebunden waren. Die Haare am Ende des Zopfes hatten eine weiße Farbe. Doch nicht nur der Raikage allein befand sich in diesem Raum. Ein junger Mann und drei Jugendliche waren ebenfalls dort. Ein anderes Ninja Team aus Kumo. Der Mann hatte mittellange, schwarze Haare, deren Spitzen ebenfalls weiß waren. Naruto stockte, als er in seine Augen blickte sie waren tiefrot
sie erinnerten ihn schmerzhaft an jemanden, den er vor langer Zeit verloren hatte
an jemanden, dessen bester Freund er war
Dieser Mann schien der Sensei der drei Jugendlichen zu sein. Ein Mädchen war darunter, mit ellenbogenlangen, graublauen Haaren und einer Brille, ein schmächtiger Junge mit weißblonden Haaren und eitlem Blick. Und ein anderer Junge mit schwarzen Haaren, einem kleinen Kinnbart und braunen Augen. Der Raikage stand auf, als Naruto durch den Saal auf ihn zuschritt, mit einigen Metern Abstand zu seinem Gefolge und seinen Ninja. Freundschaftlich gaben sie sich die Hände zur Begrüßung, und die Anspannung, die im Saal geherrscht hatte, flaute direkt ab und löste sich in Erleichterung.
Wie läuft das jetzt ab? flüsterte Haruka ihrem Sensei zu.
Na ja, wir werden eine Woche in Kumo bleiben, antwortete Konohamaru leise, die grundlegenden Dinge werden jetzt geklärt, aber es gibt noch eine offizielle Feier für den Verbündungspakt. In etwa drei Tagen, wa?
Arka nickte, liess aber ihre Augen nicht von dem jungen Sensei ab.
Warum bleiben wir so lange? wollte Shikatani wissen.
Statt Konohamaru antwortete Hanabi: Nach dieser 4-Tage-Reise müssen wir uns erst mal erholen. Außerdem braucht der Aufbau der Feier seine Zeit. Oder wärst du lieber schon Morgen abgereist?
Nee, lass mal, winkte Shikatani ab.
Kommandantin Arka starrte immer noch den jungen Mann an, in ihrem Blick lag Herausforderung, und er starrte herablassend zurück.
Reon
Nur dieser Name ging ihr durch den Kopf.














Comments
"...und Asuki war wohl die ganze Welt ein Dorn im Auge" -> gibts noch genialere Formulierungen? XD
Einfach klasse XD
Saria hat ja ein cooles Kekkei Genkai
Gut, dass derweil alles so reibungslos läuft
--
I solemnly swear that I'm up to no good
Ich bin tod traurig... ich hatte auch die Idee mit der Tierverwandlung als KG... natürlich besonders in Katzen
Sag mal, würde es dir was ausmachen, wenn ich das auch habe?
--
Sorry for possible writing mistakes
Previous PageNext Page